Abgefahren: Pirelli Angel GT (vorne)

Angel_GT_vorneDer Reifensatz hat Anfangs meine Erwartungshaltung nach den 3 Pilot Power 3 Sätzen fast zu gut erfüllt: es gab mehr Kurvenstabilität als mit dem PiPo 3, fast zu viel. Anfangs wurde der Satz mit dem Verschleiß immer besser, da die unbedingte Kurvenstabilität nachließ. Zur Laufzeitmitte war der Satz genau richtig für mich. Danach schlug das Pendel aber leicht um. Ich vermute bedingt durch den vorderen Reifen, kippte die ´R` in Kurven plötzlich schon mal nach. So, wie man das von älteren Reifen von Michelin kennt.

Nach knapp 6.000 km war der vordere Reifen dann runter gefahren. Abgefahren wurden diese Kilometer überwiegend mit Sozia an kühleren Tagen und ausnahmsweise sind auch noch 1.500 Autobahnkilometer dabei. Die Autobahnkilometer haben dem Reifen nichts ausgemacht. Im Vergleich zur Konkurrenz ist es aber ungewöhnlich, dass der vordere Reifen eher an die gesetzliche Mindestprofiltiefe anlangt als der hintere Reifen. Das ist enttäuschend, deckt sich aber mit der Erfahrung anderer Nutzer.

Der hintere Reifen hat noch etwas weniger als 3 mm Profil.

Jetzt bietet sich die Gelegenheit das zu tun, was ich schon immer mal ausprobieren wollte. Ich werde unterschiedliche Reifentypen fahren.


PiRo4_vorneAls neuen Vorderradreifen habe ich mich für den Pilot Road 4 entschieden. Der PiPo 4 hat im letzten Tourenreifentest sehr gut abgeschnitten. (nicht zu verwechseln mit der GT-Variante für schwere Tourer).

 

17% kürzerer Bremsweg auf nasser Fahrbahn im Vergleich zum nächsten Konkurrenten**, dank der neuen XST+-Technologie:

Michelin hat die XST+-Technologie entwickelt, bei der Querlamellen das Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn verbessern und die Lamellenkanten für ein optimiertes Abriebsbild bei extremen Bremsmanövern abgeschrägt sind. Darüber hinaus wurden neue Profilmuster für den Vorder- und Hinterradreifen entwickelt, die den Grip auf trockener und nasser Fahrbahn bei allen Schräglagenwinkeln optimieren und für eine gleichmäßigen Verschleiß sorgen sollen.

20 % langlebiger als der MICHELIN Pilot Road 3:

Der MICHELIN Pilot Road 4 wartet mit der Zwei-Komponenten-Technologie 2CT sowie mit neuen Gummimischungen auf. Tests zeigen, dass er 20 % länger halten soll als der MICHELIN Pilot Road 3.

Sicherer Grip auf unterschiedlichen Oberflächen und bei unterschiedlichen Temperaturen (von – 5 °C auf trockener Straße bis 45 °C):

Der MICHELIN Pilot Road 4 verfügt über neue, Silica-verstärkte Gummimischungen, die exzellenten Grip bei Temperaturen von -5° C auf trockener Fahrbahn bis 45° C auf unterschiedlichsten Untergründen wie Fahrbahnmarkierungen oder Fußgängerüberwegen bieten sollen.

Video von 1000PS mit Michelin:

NACHTRAG:

Ich bin mit dieser Reifenkombination vorne Michelin und hinten mit Pirelli genau einmal gefahren.
Kurzfassung ist: unmöglich!
Langfassung ist: Im Vergleich zum VR fühlt sich das HR holzig an und bringt das Heck in Unruhe bzw. es fühlt sich an als wenn das HR ständig leicht versetzt. In Kurven neigt die Fuhre zu weiten Bögen.

Ich habe also auch hinten einen PiRo 4 aufziehen lassen.
Gefahren bin ich auch schon und zwei Dinge möchte ich schon mal festhalten:
1. Der PiRoad 4 fährt sich ähnlich wie der PiPower 3; also auch mit der (Über-) Agilität.
2. Ich glaube ich bin ein „Angel GT“ Typ-Fahrer 😉

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1 Antwort zu Abgefahren: Pirelli Angel GT (vorne)

  1. aimypost sagt:

    Bei meinen Kommentierungen zu den Reifen darf man nicht vergessen, dass ich HP-Schmiedefelgen fahre. Anders gesagt: mit dem Standardfelgen ist das eine oder andere beschriebene Verhalten möglicherweise weniger ausgeprägt.

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